SUPERFOOD

Wer hat es noch nicht gehört, es ist Land auf und Land ab in allen Zeitschriften. Was nicht alles als SUPERFOOD angepriesen wird. Besonders hochgelobt sind Produkte aus aller Welt. Dabei wird oft vergessen, dass wir auch heimische und regionale SUPERFOODS haben.
Es gab schon vor zig Jahren ein Buch, das hieß „Nahrungsmittel als Heilmittel“. Da konnte man schon nachlesen, welche positiven gesundheitlichen Auswirkungen nicht nur die einzelnen Gemüse- und Obstsorten haben, sondern auch Kräuter und Gewürze.
Wenn man diese auch noch saisonal aus der Region kauft, dann hat man kurze Transporte, die sich als Pluspunkt für Frische und die wichtigsten Inhaltsstoffe herausstellen.
Und zu einem guten, gesunden Essen gehören natürlich auch reichlich Kräuter und Gewürze. Ob Küchenkräuter oder Wildkräuter, alle haben ihre Wirkstoffe und unterstützen den Körper und seine Funktionen.
So regen Bitterstoffe im Oregano und Rosmarin vor allem aber auch im Beifuß oder Wermut die Verdauung an. Die Frühlingskräuter, wie Bärlauch, Kresse, Kerbel, Sauerampfer und die ersten Brennessel sichern einen großen Teil unseres Bedarfs an Vitaminen und Mineralstoffen in dieser Zeit.
Bärlauch fördert eine gute Verdauung und sorgt genau wie Bohnenkraut für eine gute Darmflora. Es ist aber erst etwas später zum Ernten.
In erster Linie sind es ätherische Öle, Gerbstoffe und besagte Bitterstoffe, denen wir die Heilwirkung unserer Kräuter und Gewürze verdanken.
Unsere sogenannten Küchenkräuter wurden zu früheren Zeiten hauptsächlich als Heilkräuter verwendet. Plinius der Ältere (23-79 n.Chr.) beschreibt Wild- und Gartenkräuter in allen ihren damals bekannten Funktionen. So sind Naturheilmittel noch immer fester Bestandteil der vorbeugenden und heilenden sanften Medizin und gehören für viele Menschen zur Hausapotheke.

THYMIAN

Eines dieser Kräuter ist der THYMIAN. Mit derKombination an ätherischen Ölen, Saponinen, Gerbstoffen und Vitaminen ist er ein hervorragendes Heilmittel bei Magenverstimmung und gereiztem Darm. Als antiseptisches Mittel zur äußerlichen Anwedung bei Verletzungen ist er ebenso bekannt, wie als desinfizierendes Mundwasser bei Entzündungen in der Mundhöhle. Auch wird er gerne für Hustentee verwendet, denn er fördert den Auswurf. Beim Kochen trägt er dazu bei, zahlreiche Speisen, wie Braten, Pilze, Füllungen und Gemüse leichter verdaulich zu machen. Er läßt sich gut mit anderen aromatischen Sommerkräutern kombinieren wie Basilikum, Rosmarin und Salbei.

BASILIKUM

Das nächste wichtige und oft verwendete Kraut ist BASILIKUM. Auch hier haben wir als Wirkstoffe ätherische Öle, Gerbstoffe und Terpene. Es wird in der Küche sehr gerne verwendet und hilft mit seinen Inhaltsstoffen der Verdauung gut zu funktionieren. Ausserdem ist es auch krampflösend, und entzündungshemmend. Diese Kräfte nutzen wir alle beim Verzehr dieser aromatischen Blättchen, ob im Tomatensalat mit Mozzarella, auf Schmorgemüse oder als Pesto. Aber als Extra-Tipp beachten: in heißem Dampf wird frisches Basilikum braun.

CHILI

Ein bekanntes Gewürz, frisch oder getrocknet, ist der CHILI.
Von den einen heiß geliebt und vielfach verwendet, von den anderen wenig oder gar nicht genutzt.
Dabei ist er auch ein wichtiges Gewürz.
Das Capsaicin, der brennend scharfe Stoff kurbelt den Kreislauf an und fördert die Durchblutung. Es macht auch Hitze im Sommer erträglicher und wirkt Darminfektionen entgegen.
Bekannt in der Küche sind die verschiedenen Chilisoßen, Harissa, Sambals und Gewürzmischungen.

ROSMARIN

Eines der Superkräuter, das zu den mediterranen Kräutern zählt ist ROSMARIN.
Rosmarin bringt unseren Blutdruck in Schwung. Er ist regenerierend und entkrampfend, daher für unsere strapazierten Muskeln eine Wohltat. Auch als antiseptisches Gurgelwasser bei Entzündungen in der Mundhöhle wirksam.
Beim Kochen damit nicht verschwenderisch sein, da die leicht harzigen Nadeln viel Gerbstoffe enthalten. Das fördert zwar die Verdauung, aber ein zuviel ist dem guten Aroma abträglich.

OREGANO

Zu diesen zählt auch der OREGANO.
Das bekannte Pizzagewürz enthält ätherische Öle, Bitter-und Gerbstoffe und Harze. Es ist somit appetitanregend, verdauungsfördernd, krampflösend und kann äußerlich als antiseptisches Mundwasser verwendet werden.
In der Küche findet der Oregano, der als wildwachsender Dost auch bei uns bekannt ist, zahlreich Verwendung von Gemüse bis Fleisch- und Pilzgerichte.

SALBEI

Aus dem Mittelmeerraum zu uns gekommen ist auch der SALBEI.
Seine Wirkstoffe sind neben ätherischen Ölen, Saponine, Gerbstoffe und Vitamine. Bekannt ist der Salbeitee bei Entzündungen im Mund und Rachenraum. Er fördert die Verdauung und regt den Gallenfluß an. Wer ein stärkendes Bad nehmen will, kann zum Salbei noch Rosmarin ins Badewasser geben.
Salbeiblätter eignen sich hervorragend zum Würzen zahlreicher Speisen, da diese leichter verdaulich werden.

BOHNENKRAUT

Die Heimat des mehrjährigen BOHNENKRAUTes sind die Berge Mittel- und Südeuropas.
Es ist ein wichtiges Würzkraut mit seinen ätherischen Ölen, Gerbstoffen und Mineralsalzen. Es ist verdauungsfördernd, kräftigend für den Organismus und antiseptisch bei Entzündungen in der Mundhöhle. In der Küche verfeinert es zahlreiche Speisen und macht sie leichter verdaulich.

ESTRAGON

Nicht zu unterschätzen ist der ESTRAGON.
Vielen bekannt durch den Estragonsenf und die Diskussion, welcher wohl das bessere Aroma hat, der französische oder der russische Estragon. Ursprünglich stammt er aus Osteuropa und Südsibirien. Er enthält ätherische Öle, Vitamine und Gerbstoffe.
Estragon hilft bei Verdauungsbeschwerden, ist magenstärkend und kräftigend. In der französischen Küche wird er mit Anis und Sellerie gerne verwendet. Außerdem eignet er sich für Fischgerichte, Omelette, Soßen und Füllungen.